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January 8, 2015 Published by Categorised in:

Der Anschlag auf „Charlie Hebdo“

Ich bedauere den brutalen Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in Paris zutiefst. Zwölf Menschen haben beim Blutbad in der Redaktion der französischen Satirezeitschrift ihr Leben verloren. Meine Anteilnahme gilt auch den Verletzten und Hinterbliebenen.

Terrorismus jeglicher Art ist grundsätzlich zu verurteilen! Wem sollte ein solcher Anschlag auch nützen? Dem Islam nützt er genauso wenig wie unseren muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Im Gegenteil! Die Mehrheit der friedlichen Muslime gelangt durch solche Taten unter Generalverdacht.
 Terror schadet allen Menschen und überall. Für Terror gibt es keine Legitimation. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass Religion in Wirklichkeit nichts mit Terrorismus zu tun hat. Muslime auf der ganzen Welt verurteilen den Anschlag stark.

Die Antwort auf den Anschlag ist ebenfalls bereits gekommen. So wurden über Nacht Brandanschläge auf muslimische Kultstätten in zwei französischen Städten verübt und einen Dönerladen überfallen. Obwohl dabei glücklicherweise keine Menschen zu Tode kamen zeigt dies, wie das gewaltbereite Handeln von wenigen Extremisten Konsequenzen für eine ganze Religionsgemeinschaft haben kann. Der Vorsitzende des Islamrates Conseil français du culte musulman (CFCM) bezeichnet den Anschlag auf „Charlie Hebdo“ als einen „Schlag gegen alle Muslime in Frankreich“ und befürchtet, dass nach dieser „barbarischen Tat“ die Vorurteile gegenüber der muslimischen Bevölkerung noch mehr zunehmen werden. Viele Muslime sind wütend darüber, dass die brutalen Fanatiker behaupten im Sinne ihrer Religion zu handeln. Einige Imame mussten in der Zwischenzeit sogar unter Polizeischutz gestellt werden.

Es liegt nun bei uns dieses grausame Spiel zu durchschauen und die Spirale der Gewalt zu durchbrechen. Sich gegen Terrorismus einzusetzen ist keine Frage der Religion, der Hautfarbe oder der Abstammung!

Bildquelle: Thomas Wiss pixelio.de